Behandlung im Wechselgebiss

Lose Zahnspange bunt

Im Wechselgebiss arbeitet man meist mit so genannten "losen Spangen", herausnehmbare Geräte aus buntem Kunststoff und Spezialdrähten. Mit Hilfe der Funktionskieferorthopädie erreichen wir bei den Kindern und Jugendlichen eine Harmonisierung des Gesichts- und Weichteilwachstums sowie eine erhöhte Stabilität des Bisses durch optimale Einstellung der Verzahnung. Durch rechtzeitiges Entwickeln der Kiefer können Engstände vermieden und dadurch bedingte Zahnextraktionen verhindert werden.

Die "lose" Zahnspange

Sollte eine Untersuchung während des Wechselgebissalters die Notwendigkeit einer Zahnregulierung ergeben, so ist dies ein sehr günstiger Zeitpunkt für die Behandlung mit einer losen Zahnspange. Der Kiefer sowie die Zähne sind im Kindesalter noch sehr leicht beeinflussbar, so dass sich durch das Tragen einer losen Zahnspange schnelle Behandlungserfolge einstellen. 

Nach einer Abdruckabnahme der Zähne wird die lose Zahnspange durch ein Dentallabor angefertigt. Danach setzt der Kieferorthopäde die Apparatur im Mund des Patienten ein und kontrolliert den richtigen Sitz. Ein anfängliches Druckgefühl, Probleme beim Sprechen oder einfach ein ungewohntes Empfinden sind in den ersten Tagen ganz normal. Wie in einem Orchester müssen sich Kiefer, Zähne und auch der Organismus zunächst auf die Apparatur einspielen. Durch Motivation durch Eltern, Geschwister und Mitschüler wird der Patient zum Tragen der losen Zahnspange angespornt, was wiederum zu einem erfolgreichen und schnellen Therapieerfolg führt. 

Denn ein überschaubarer Behandlungszeitraum ist nicht nur für den kleinen Patienten sehr angenehm, sondern bringt auch einen transparenten Kostenrahmen für die Eltern mit sich. Die Frage, ob und in welcher Höhe die Kosten für eine lose Zahnspange von der gesetzlichen Krankenkasse getragen werden, müssen die Eltern vor einem Behandlungsbeginn abklären. Die Art der Zahnfehlstellung sowie die Wahl der Apparatur können dabei ausschlaggebend sein.

Voraussetzung für einen harmonischen Behandlungsverlauf ist dabei auch die unabdingbare und ausdauernde Mitarbeit des Patienten. Je nach Zahnfehlstellung ist eine tägliche Tragedauer von bis zu 16 Stunden nicht ungewöhnlich. In diesem Zeitrahmen wird die lose Zahnspange nur während des Essens sowie bei sportlichen Aktivitäten zur Vermeidung einer Verletzung herausgenommen. Beim Sprechen, Schlafen sowie während des Tagesablaufes bleibt die lose Zahnspange hingegen ständig im Mund. 

Im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung ist zudem stets eine disziplinierte Mund- und Apparaturpflege notwendig. Auch die lose Zahnspange sollte wie ein Schatz gehegt und gepflegt werden. Neben dem sicheren Verwahren in einer geeigneten Spangendose statt in der Hose, muss die Apparatur täglich gereinigt werden. Es reichen dazu die normale Zahnbürste sowie die übliche Zahncreme. Mit vorsichtigen Putzbewegungen lassen sich Rückstände auf der losen Zahnspange einfach entfernen. Mit Hilfe eines sogenannten Gebissreinigers wird die Hygiene der losen Zahnspange abgerundet. Auch das richtige Putzen der Zähne erhält die Zahngesundheit und erspart dem Patienten einen zusätzlichen, unangenehmen Besuch beim Zahnarzt.